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Innerörtliche Verkehrsentlastung OHNE OrtsumfahrungDie Gemeinde und Verwaltung setzen alleine auf die Ortsumfahrung als Allheilmittel gegen Verkehr und zur Beruhigung. Wenn auch nach das Land alles bezahlt, dann kann man sich ja erst recht entspannt zurück legen und die Hände in den Schoß legen. Dabei ist heute längst bekannt, daß Ortsumfahrungen nur selten wirklich den erhofften Effekt haben. Zumeist stellen "umfahrende" Gemeinden schon bald nach der Fertigstellung fest, daß sie (wenn überhaupt) nur kaum eine verkehrliche Entlastung innerorts spüren, der Gesamtraum (inkl. Umfahrung) aber immer wesentlich mehr Verkehr aufweist. Zumeist ist außer fehlinvestierter Millionen, einer für alle Zeiten zerstörten Umgebung und mehr Verkehr . Siehe hierzu beispielswiese den Bundesverkahrswegeplan 2003...hier untersucht die Bundesminsiterium selber 38 in der Vergangenheit mit Bundesmittels finanzierte ortsumfahrungen. Das Fazit : Von 38 Umfahrungen waren nur 12 als Erfolg zu werten, 26 lieferten eben nicht die erhoffte Verkehrsentlastung.Anhand der ermittelten Kriterien untersuchte das Bundesverkehrsministerium dann weitere, zukünftig geplante Untersuchngen...mit niederschmetterndem Ergebnis: Von 108 in Baden Würtemberg geplanten Ortsumfahrungen sind demnach nur 14 (!!) sinnvoll...hören sie dazu auch den Audiofile auf unserer Startseite. Die Bürgerinitiative hat in den letzten Jahren mehrfach schnellwirkende und günstige innerörtliche Verkehrberuhigungs- und -entlastungsmaßnahmen von Gemeinde und Bürgermeister gefordert. Passiert ist bis heute aber überhaupt nichts. 1. Reduktion der Durchfahrtsgeschwindigkeit in Bermatingen und Ahausen
- An Werktagen zur Spitzenzeit liegt die Geschwindigkeit bereits bei den angestrebten 30 - 40 km/h.
- Die Durchsetzung kann mit „Starenkästen“ und einer umschichtig eingesetzten Kamera erfolgen.
- Es gibt viele bestehende Beispiele in Ortsdurchfahrten, z.B.
Tempo 30: B 31 Sipplingen, B 3 KA-Wolfahrtsweiher, L1165 Lauterburg, L 3115 Groß-Umstadt
Tempo 40: B 31 Ludwigshafen, B31 Freiburg-Ebnet, L 1152 Barthölomän

B31 Sipplingen B31 Ludwigshafen
Was anderswo selbst auf Bundesstraßen und Landstraßen durch ebenfalls "Erholungsorte" geht, sollte im "Erholungsort" Bermatingen auch möglich sein..Was ist sonst die Planungshoheit der Gemeide noch wert? 2. Anlagen eines Minikreisels an der östlichen Ortseinfahrt ("Dilgerkreisel") Verbesserung des Verkehrsflusses aus der Buchbergstraße/Röthenbachstraße- Sicherung des Radweges
- Verbesserung der Fußgänger-Querungsmöglichkeit
- Reduktion des Lärmpegels durchfahrender KFZ

So könnte die „Dilger-Kreuzung“ aussehen: übersichtlich, sicherer und nachts langsamer und leiser. - Minikreisel können bis 1500 KFZ/h abwickeln. Das ist eine Leistungsfähigkeit, die in Bermatingen mit Sicherheit nicht ausgeschöpft wird. Die Drosselwirkung der 2 Markdorfer Kreisel mit der dazwischenliegenden Fußgängerampel ist deutlich höher.
- Ein Minikreisel ist für Busse und LKWs komplett überfahrbar. Deren Ladung klappert beim Überfahren nicht, wenn die Aufpflasterung eben bleibt. (Am Ahauser „Stachus“ haben Wiedemanns Leer-Container-Transporte schon manchen Schlaf gestört.)
- Die Verkehrssicherheit ist unübertroffen hoch. Der Verkehr von und zu allen Anschlussstrassen erfolgt flüssig.
Minikreisel in Weingarten, den Überwegen sollte man noch ein Schutzinselchen spendieren. Nächtliches Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr - Vorbild Heiligenberg, wie Bermatingen ein Erholungsort an einer Landesstraße! (L 201)
 Sanierung der Straßenoberflächen als wirkungsvoller Lärmschutz - Ebene Oberflächen sicherstellen, Angleichung von Kanaldeckeln, Reparatur von Höhensprüngen, offenporiger Belag auf geraden Strecken westlich vom Ortskern und in der OD Ahausen.
- Die Immenstaader an der B31 sind nach mehrjähriger Erfahrung mit „Flüsterasphalt“ sehr zufrieden. Dieser Belag wirkt bei höheren PKW-Geschwindigkeiten etwa wie eine Halbierung der Verkehrsstärke und beim besonders störenden LKW-Reifen schon früher. (Lt. ADAC: 40% Lärmsenkung)
Ergänzung und/oder Verlegung des Zebrastreifens von der früheren Post in die Rathausnähe Geordnetes Parken durchsetzen - An der Apotheke stören gefährlich rückwärts ausparkende Linkseinparker und zugestellter Fußgängerraum, so dass Schüler und Mütter mit Kinderwagen auf die Straße ausweichen
- Poller an kritischen Stellen wie vor dem Gasthof Adler und an zukünftigen Zebrastreifen
Ausbau des landwirtschaftlichen Weges nördlich der L205 nach Markdorf als zweiten Radweg - Der südliche Radweg ist an vielen Stellen schmal und nachts bei Blendung durch den KFZ-Verkehr gefährlich.
- Der Beginn am Ortseingang Bermatingen / L205-Jägerstraße ist gefährlich und ungünstig gestaltet.
Querungshilfen auf den 2 Ahauser Hauptstraßen Radler-Schutzstreifen dort auf den Straßen, wo keine parallelen Radwege verlaufen- z.B. in Ahausen und an der Kreuzung Wehr in Richtung Rathaus
Überarbeitung des Bahnhofgeländes zu einem angemessen ÖPNV-freundlichen Ambiente - Beleuchtung bis 0,30 Uhr, also nach Abfahrt des letzten Nachtzuges
- Ausreichende Zahl überdachter Fahrrad-Abstellplätze, evtl einige abschließbare Fahrradboxen
- gepflegte Fahrscheinautomaten
- Lautsprecher-Anlage errichten, um bei Zugausfall und Verspätungen nicht völlig hilflos zu sein
- Videoüberwachung gegen Vandalen, die neben einer gleichgültigen Ortsverwaltung den aktuellen Zustand mit zu verantworten haben.
Seit dem Bürgerentscheid zu einer Ortsumfahrung im Jahre 2003 schlägt unsere Bürgerinitiative innerörtliche, schnell realisierbare Entlastungsmaßnahmen vor. Die Reaktionen der Ortsverwaltung und des Gemeinderates sind gleich Null, ebenso die öffentliche Diskussion zu diesen Punkten. Sprechen Sie das Thema zur Kommunal- und Bürgermeister-Wahl an!
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